La Deutschevita - Deutsch Restaurant in Turin zona quadrilatero romano

LA DEUTSCHE VITA - PRESSE

September 2015

GEOSAISON

GEOSAISON 2015

September 2015

Retro Magazine - Rezept "Eifel pizza"



Oktober 2014 - Corriere della sera

Ein wenig ‘Oktoberfest’ in Turin!
Da bestimmt nicht jeder zum Oktoberfest nach München fahren kann,bietet sich nun in Turin eine nette Alternative an (Alle Fotos von Laura Spinelli)

Alle Fotos

Foto Corriere della Sera - Torino

September 2014

Interview in der italienischen Tagesschau TG uno



Februar 2013

Interview mit dem "Radiobeitrags"
LISTEN

Oktober 2012

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Interview mit dem Fernsehsender ZDFmediathek
Frikadellen und Sauerkraut mitten in Turin: Zwei deutsche Köchinnen erfüllen sich ihren Lebenstraum, mit deutschen Gerichten locken sie italienische Gäste in ihr uriges Feinschmeckerlokal.


Focus 40/2012 - Kultur & Leben

Turin Futtern wie bei Muttern Claudia Franzen und Sabine Schumacher überzeugen die Italiener mit ihrem Lokal "La Deutsche Vita"
La Deutsche Vita
Mit Currywurst und Krautsalat zerkochen Küchenchefs in Italien das Klischee von der ungeliebten Teutonen-Kost Bei unseren Nachbarn in Italien zum Beispiel grassierte lange das Klischee vom schlichten Germanen, der vom Essen rein gar nichts versteht. Ausgerechnet in der Heimat der Feinschmecker werden die Deutschen nun für ihre Hausmannskost geliebt.
Wer hätte gedacht, dass sich Italiener einmal die Kreationen der Teutonen-Küche auf der Zunge zergehen lassen? Man erinnere sich an Gerhard Polts Urlaubssatire "Man spricht deutsh". Im Film ergreift eine italienische Familie entsetzt die Flucht, als ihr der Kellner im Strand-Ristorante "Schweinhaxe" und "Leberkese" empfiehlt. Das war 1988.
Heute stehen Turiner Schlange für einen Platz im Lokal „La Deutsche Vita“, um dort Schweinebraten mit Sauerkraut und „Wurstel quadrato“ zu genießen, wie der Leberkäse mit Spiegelei hier heißt.
Seit die beiden Westfälinnen Claudia Franzen und Sabine Schumacher ihr Restaurant mit Feinkostladen in der norditalienischen Stadt vor zwei Jahren eröffneten, drängeln sich die Gäste an ihren Tischen. Die beiden Endvierzigerinnen sind seit 25 Jahren in Turin zu Hause. In der piemontesischen Hochburg der Gourmets und des „Slow Food“ haben sie eine Marktlücke entdeckt: Sie servieren den übersättigten Gaumen in gemütlichem Ambiente gutbürgerliche Gerichte aus deutschen Landen.
Bratwurst, Brezen und Bier, rheinischer Sauerbraten, bayerischer „Obatzter“, Lübecker Marzipan und Streuselkuchen gehören zu den neu entdeckten Delikatessen der Italiener. Schulklassen kommen zum Anschauungsunterricht, für Privatfeste stellen die Deutschen kalte Platten mit Rollmöpsen und Frikadellen zusammen.
Das Konzept der kulinarischen Botschafterinnen geht auf: Inzwischen haben die beiden sogar Anfragen aus Mailand, Genua und Rom.
G.Czöppan


MYWAY 12/2012 Neue Wege

Köstlicher Neuanfang
Sie verkaufen Gemüse mit viel Aroma oder mischen Exotisches zu süßen Sünden:
Zwei Frauen machten aus Ihrer Lust am Genuss ein Geschäftsmodell.
Ihr Rezept zum Erfolg? Die Passion für gutes Essen!
Claudia Franzen, 49, & Sabine Schumacher, 48, aus Turin
Sie waren Übersetzerin und Goldschmiedin. Jetzt beglücken sie die Italiener mit Buletten „Mit 45 fragten wir uns: War das Alles?
Die alte Dame weint.
Vor Rührung! In der schmucken Vitrine des lichten Turiner Feinkostladens La Deutsche vita hat sie Rollmops wiederentdeckt. „Sie hatte lange Jahre in Deutschland gelebt“, sagt Sabine Schumacher, „und die Spezialität so vermisst!“
Viel gelacht wird dagegen, als der Laden Oktoberfest feiert, mit Hendl, Weißwürsten und bayrischem Bier, serviert von Sabine und Geschäftspartnerin Claudia Franzen, beide im Dirndl.
Jetzt im November freuen sich die Sprachschüler des nahen Goethe-Instituts, dass sie ihr Vokabular bei Martinsgans und Semmelknödeln testen können.
Deutsche Spezialitäten im Mutterland der kulinarischen Genüsse? Klingt nicht gerade nach einem Erfolgsrezept. Doch seit die beiden Freundinnen am 17. Mai 2010 erstmals die Rollläden ihres Ladenlokals in der Via Stampatori 10, im Zentrum Turins, hochschoben, „brummt der Laden“, sagt Claudia.
„War das alles?“, hatte sich Claudia an ihrem 45. Geburtstag gefragt.
Die gelernte Köchin war mit Anfang 20 der Liebe wegen nach Italien gezogen. Da Küchenchefs dort fürchteten, eine blonde junge Frau würde zu viel Unruhe ins Team bringen, und sie keinen Job fand, arbeitete sie 20 Jahre lang als Übersetzerin. Die Kochpassion schlummerte…..
Und Goldschmiedin Sabine? Wollte nach Jahren mit mal mehr, mal weniger Schmuckaufträgen in ihrer Wahlheimat Italien endlich einen lukrativen Job. Ihr Plan: gemeinsam neu durchstarten und den Italienern zeigen, wie lecker die deutsche Küche sein kann!
Claudia und Sabine schrieben einen Businessplan und begaben sich auf Deutschlandtour, um die besten Lieferanten für den Feinkostladen aufzutreiben. Mit der Bürgschaft von Claudias Ehemann stand schließlich auch ein Bankkredit, um das Milchgeschäft einer betagten Signora umzubauen. Doch das Misstrauen gegenüber den Frauen und ihrer Idee war groß: „Selbst für den Mietvertrag mussten wir eine Bürgschaft hinterlegen.“
Heringssalat, Buletten, Königsberger Klopse – schon im ersten Jahr standen die Gäste Schlange vor der Tür: „Eigentlich wollten wir nur Mittagstisch servieren. Aber nach und nach öffneten wir einen Abend nach dem anderen das Lokal.“
Im zweiten Sommer fanden 36 weitere Gäste in einem Glasanbau Platz: „Der Start von La Deutsche vita brachte eine Riesenumstellung für unsere Familien. Plötzlich waren wir Mamas zu Hause nicht mehr ständig präsent. Heute sind sie aber stolz auf ihre erfolgreichen Geschäftsfrauen!
Und wir können im kleinen Rahmen Vorurteile über unsere Heimat abbauen.“
Wie hoch war Ihr Stratkapital?
220 000 Euro aus Eigenkapital, Privat- und Bankkrediten.
Wie lange dauerte die Anlaufzeit?
Wir schoben die Jalousie vorm Fenster hoch – und das Geschäft lief!
Was sollte man mitbringen?
Eine Geschäftspartnerin, der man blind vertraut und mit der man als Duo alle wichtigen Qualifikationen abdeckt! Wichtig: positives Denken.
Text: Sibylle Royal

Münsterland Nr. 217 - 17. September 2012

Sabine Schumacher und Claudia Franzen haben in Turin ein Lokal mit deutschen Spezialitäten eröffnet. Verführerische Frikadellen
Wie eine gebürtige Münsteranerin die Italiener mit deutscher Küche begeistert Nicht mit Pizza und Pasta begeistert die gebürtige Münsteranerin Sabine Schumacher die Italiener, sondern mit deutschen Spezuialitäten. Gemeinsam mit ihrer Freundin Claudia Franzen leitet sie das Lokal „la Deutsche vita“ im piemontesischen Turin.
2010 erfüllten sich die beiden einen Traum: Sie eröffneten ihr eigenes Lokal. Das ist gleichzeitig Restaurant und Spezialitätengeschäft. Mit ihren Speisen wollen sie die deutsche Esskultur ein wenig nach Italien bringen. Auf der Karte stehen jedoch nicht Pommes und Currywurst, sondern zum Beispiel Frikadellen, Heringsstipp, Schwarzbrot, Grünkohl, Bockwürste und Sauerkraut.
Ursprünglich nach Italien gezogen hat Schumacher vor 25 Jahren das Handwerk: "Nach meiner in Münster abgeschlossenen Lehre als Goldschmiedin habe ich ein Stipendium für junge Handwerker im Ausland erhalten."
Und das, obwohl sie kaum ein Wort Italienisch sprach. In Turin hat sie dann eine Sprachschule besucht und in einem Betrieb gearbeitet, der sie später übernommen hat.
Und so blieb sie in Italien und traf dort einen Mann, mit dem sie zwei Töchter bekam. Vor 10 Jahren lernte Sabine Schumacher die gebürtige Solingerin und Köchin Claudia Franzen kennen. „Ursprünglich wollten wir ein italienisches Restaurant aufmachen.
Während des Erstellens des Business-Plans kam dann die Idee mit den deutschen Spezialitäten. Das Konzept: Franzen kocht, Schumacher ist für den Service zuständig.
Bei den italienischen Kunden kommen vor allem die Frikadellen gut an. Ebenfalls hoch im Kurs stehen Würstchen, Heringe, Rote Grütze und deutsche Backwaren wie Rhabarber- und Kirschkuchen sowie Stachelbeertorte. Mit Ausnahme derfrischen Produkte beziehen die beiden Frauen ihre Ware ausschließlich aus Deutschland.
Sabine Schumacher bezeichnet sich selbst als "absoluten Münster-Fan. Sie sei immer noch stark mit der Stadt verbunden und vermisse ihre Heimat sehr. Daher freue sie sich immer auf die Besuche dort. „Leider klappt das aber viel zu selten, weil es im Lokal zu viel zu tun gibt." Sie erinnert sich gerne an ihre Kindheit zurück. "Mein Vater Pilo Schumacher war bekannt wie ein bunter Hund, er war im Karneval sehr aktiv", sagt sie. Ihre Eltern führten zudem mehrere Lokale, unter anderem die "Ewige Lampe" am Alten Fischmarkt und das "Zum Posthorn" am Bahnhof. Natürlich stehen deshalb auch Produkte aus dem Münsterland auf der Speisekarte. "Es gibt zum Beispiel Schweinefilet mit Pumpernickelsauce, Martinsgans im November und Kartoffelpuffer mit Apfelmus", erzählt Sabine Schumacher. Außerdem viele Produkte, die Deutsche in Italien oft vermissen. Sie selbst habe früher häufig Heißhunger auf Quark oder Vollkorn-Backwaren gehabt.
Besonders zu Beginn sei mit dem Lokal nicht immer alles toll gelaufen, verrät die Münsteranerin. "Es war oft hart. Sich in unserem Alter nochmal komplett infrage zu stellen und ganz von vorne zu beginnen, hat eine Menge Mut gekostet. Wären wir nicht zu zweit gewesen, hätten wir wohl oft aufgegeben."
Mund-Propaganda
Gäste habe man aber von Anfang an gehabt. "Durch Mund-Propaganda", sagt Sabine Schumacher. Dank eines positiven Berichts in der italienischen Zeitung la Stampa seien die deutschen Frikadellen dann endgültig zum Renner geworden. Heute haben Schumacher und Franzen sechs Angestellte. Die Atmosphäre im Team sei sehr familiär. Auch die vier Töchter im Teenager-Alter der beiden Frauen helfen mit. "Meine jüngste, die Annika, darf Brezeln bei den Festen verkaufen", sagt Schumacher.
Darauf sei die Elfjährige sehr stolz. Bald steht im "la Deutsche vita" das Oktoberfest an. Dann kommt Bierzelt-Atmosphäre mit Weißwürstchen, Schweinshaxen und Bier nach Italien.
Maike Geißler
www.ladeutschevita.it

Welt am Sonntag Nr. 34 - 19. August 2012

La Deutsche Vita
In Turin eröffneten zwei deutsche Frauen ein Restaurant für teutonische Spezialitäten. Die überaus kritischen Italiener sind begeistert.
Von ausländischen Küchenstilen hält man in Italien bekanntlich recht wenig. Und von deutscher noch viel weniger. Für die meisten Italiener ernähren sich die Menschen nördlich der Alpen ausnahmlos von Würsten, Sauerkraut und Kartoffeln – das Ganze heruntergespült mit Unmengen von Bier. Dieser unkultivierten Grobschlächtigkeit steht die leichte, vorwiegend pflanzliche und auf gesundem Olivenöl fußende Mittelmeerdiät der zivilisierten Italiener gegenüber.
Und dennoch trotz ein kleines Lokal in der piemontesischen Hauptstadt Turin allen diesen Klischees. "Wir haben eigentlich gar nicht das Gefühl, dass die Italiener ein Problem mit deutscher Küche haben, ganz im Gegenteil", sagt die gebürtige Solingerin Claudia Franzen, Köchin und Miteigentümerin des "la Deutsche vita", eines deutschen Restaurants und Spezialitätengeschäfts mitten in der Turiner Altstadt.
Seit 2010 betreibt es Franzen mit ihrer Partnerin Sabine Schumacher aus Münster – mit durchschlagendem Erfolg. "Gäste hatten wir vom ersten Tag an, aber so richtig rappelvoll waren wir nach einer euphorischen Rezension in der lokalen Tageszeitung La Stampa", darin lobte ein namhafter Restaurantkritiker und bekennender Berlin-Fan unser Essen und vor allem die Frikadellen", sagt Franzen. Plötzlich stürmte ganz Turin das "la Deutsche vita", um die Polpette zu probieren, wie sie Franzens typische Kölner Frikadellen hier nennen. "Es war der helle Wahnsinn, wir mussten täglich kiloweise Hackfleisch nachkaufen, um den Andrang zu befriedigen", erinnert sich Schumacher.
Leicht hatten es die beiden in den Achtzigerjahren nach Italien ausgewanderten Deutschen anfangs dennoch nicht. Zuerst mussten die italienischen Ehemänner von der Sinnhaftigkeit der Geschäftsidee überzeugt werden. Danach galt es, einen Kredit für das Vorhaben an Land zu ziehen. "Egal, zu welcher Bank wir gingen, immer fragte man uns nach den Berufen und den Gehältern unserer Männer, die mit der ganzen Sache aber gar nichts zu tun hatten. Irgendwie nahmen uns die italienischen Banker nicht ab, dass wir den Betrieb ohne unsere Männer aufbauen wollten", sagt Schumacher.
Schließlich gelang es den beiden Mitvierzigerinnen aber doch noch, 200 Bewerber aus dem Feld zu schlagen und einen Start-up-Kredit der Region Piemont für ihren Businessplan zu erhalten.
Nun fehlte nur noch ein geeignetes Ladenlokal. "Wir wollten unbedingt ins Zentrum, gleichzeitig aber nicht zu viel Miete bezahlen, also streiften wir mehr als ein halbes Jahr durch die kleinen Gassen der Altstadt und fragten nach frei werdenden Räumlichkeiten", erzählt Franzen. Fündig wurde man im Milchladen einer betagten Dame aus dem süditalienischen Kalabrien. "Die Signora hatte 45 Jahre in einem ungeheizten Geschäft verbracht, weil es zu der Zeit, als sie es mit ihrem Mann eröffnete, aus hygienischen Gründen verboten war, einen Milchladen zu heizen", erzählt Franzen.
Weit entfernt ist man im „la Deutsche vita" von den in Italien vorherrschenden Klischees von schunkelnder, deutscher Bierzelt-Gemütlichkeit mit Eisbein und Maßkrug. Einrichtung wie Ambiente sprechen eine weibliche Sprache, überall liegt dekorativer Schnickschnack in Form von Herzen und Blümchen, man sieht kleine Döschen und Schächtelchen, die Vorhänge sind aus Strass und Perlen – alles spiegelt, glitzert und funkelt. "Unser Ziel war nicht, irgendwelche italienischen Klischees zu bedienen, sondern eine Atmosspäre zu schaffen, mit der wir uns identifizieren können", sagt Franzen.
In der großen Vitrine am Eingang stehen die inzwischen stadtbekannten Frikadellen, aber auch bunte, frische Salate, viel Vegetarisches, etwa hausgemachte süße und salzige Strudel, Zwiebelkuchen und Lauchkuchen, Rollmöpse und Heringssalate.
"Wir bieten Spezialitäten aus ganz Deutschland an, vieles davon ist in Italien kaum erhältlich", erzählt Franzen, eine gelernte Köchin, die nach ihrer Ankunft im Piemont lange als Übersetzerin arbeitete. "Eine junge, blonde Deutsche wollte in den Achtzigern niemand in der Küche haben, das hätte für zu viel Unruhe gesorgt", sagt sie.
Ein Großteil der verarbeiteten Produkte, insgesamt sind es 1500 Kilogramm Waren pro Woche, importieren Claudia Franzen und Sabine Schumacher aus Deutschland, wie etwa die Weiß- und Bratwürste, die Heringe, das Kasseler, die Pinkel für den Grünkohl, die Mettwürste und einen Teil des Frischfleischs. Zudem gibt es natürlich deutsches Bier und deutschen Wein, diesen allerdings nicht glasweise.
"Mit ausländischem Wein tun sich die Italiener halt doch etwas schwer", sagt Schumacher, "noch dazu, wo deutsche Weine ziemlich teuer sind, und wir im Piemont immerhin in einer der renommiertesten Weingegenden der Welt leben".
Die größte Hürde für ihren Betrieb sei allerdings die leidige italienische Bürokratie. So müsse etwa auch im Kühlhaus alles zweisprachig angeschrieben sein, damit die Kontrolleure auch ja wissen, was sie da vor sich haben. Kontrollen gebe es häufig.
"Anfangs wurden wir ständig angezeigt und mussten Strafen zahlen, meist wegen Lappalien, etwa weil das Schild mit den Öffnungszeiten nicht richtig angebracht war. Hätten wir uns nicht gegenseitig gestützt – wir hätten wohl bald aufgegeben", sagt Franzen.
Im Dolceland
Und was den klingenden Namen des Lokals betrifft, so geht der auf einen sprachlichen Irrtum von Schumachers jüngster Tochter Francesca zurück. "Als kleines Kind tat sie sich mit der Aussprache des Namens Deutschland etwas schwer, außerdem brachte sie das Land hauptsächlich mit Sommerferien und üppigen Nachspeisen bei der Großmutter in Verbindung. Deshalb sagte sie statt Deutschland immer Dolceland, das brachte uns auf den Namen "la Deutsche vita", erzählt Schumacher.
Mittlerweile sind die vier Töchter der beiden im Teenager-Alter und helfen allesamt im Lokal ihrer Mütter aus. "Die Italiener schätzen die familiäre Atmosphäre und die Zweisprachigkeit, die hier herrscht", sagt Schumacher, "die Gäste spüren, dass wir zu dem stehen, was wir machen. Mit italienischen Kellnern würde das nicht funktionieren." Zu den Stammgästen gehören auch die Deutschklassen des nahe gelegenen, lokalen Goethe-Instituts, deren Schüler vorbeikommen und dann auf Deutsch bestellen und reden.
Alljährlich im September werden die Deutschland-Klischees der Italiener aber doch noch bedient. Dann nämlich wird im "la Deutsche vita" das Oktoberfest gefeiert, Bier fließt in Strömen, es gibt Haxen und halbe Hähnchen und die beiden Damen und ihre vier Töchter servieren stilgerecht in Dirndln. Sehr zur Freude der einheimischen Bevölkerung.
Georges Desrues

März 2012

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Eine perfekte deutsche Gastronomie im Herzen Turins, in der Via Stampatori 10, im historischen römischen Viertel. Das Lokal wird von den beiden deutschen Frauen Claudia Franzen und Sabine Schumacher geführt und bietet alles, was man sich unter der typisch deutschen Küche vorstellt (Bier, Rhabarbersaft, Sauerkraut, Kartoffeln und Würstel). Außer den raffinierten und schmackhaften Gerichten kann man typische regionale Produkte wie Kräutertees, Bonbons, eingelegte Kirschen und Marmeladen kaufen.

Zero - Leiten 2012

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Dank sei dem Schwein, das meinen Hunger und dem Bier, das meinen Durst gestillt hat. Das sage ich jedes Mal, wenn ich aus dem Deutsche Vita: „Delicatessen ti Cermania“ herausgehe. Wenn ich Currywurst und Eisbein mitten im Quadrilatero esse, dann bin ich zwar noch nicht auf dem Alexanderplatz, aber zumindest fühle ich mich fast so. Die Produkte kommen alle aus Deutschland, es gibt auch Quark (der Käse von Christiane F.), Heringe, Buletten, Bretzeln und – das versteht sich von selbst – ausgezeichnetes Bier.

Sonntag 13. März 2011 - La Stampa - A TAVOLA

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"Das leckere Lächeln Deutschlands"
San Salvario ist nicht so ist wie Kreuzberg und Turin nicht so wie Berlin. Und außer einer entfernten „filmischen“Verwandtschaft, gibt es wirklich wenige Gemeinsamkeiten. Aber jetzt gibt es in unserer Stadt eine kleine Ecke Deutschland, die wirklich Aufsehen erregt. Die beiden Damen Claudia Franzen und Sabine Schumacher finden ein Plätzchen für alle, die Schlange stehen, um ihre Frikadellen, den “Kock o wäng”, die Matjes und Heringssalate, Kartoffel- Panino, Reibekuchen, Currywurst, Sauerkraut und Leberkäse probieren möchten. Ganz zu schweigen von den salzigen Kuchen, die sich selbst übertreffen (ein „geschmacklicher Triumph“). Unser Interesse wurde vor allem für den Kuchen mit Rosenkohl und Broccoli geweckt, wie auch den mit Weißkohl und Kassler und all die anderen Überraschungen, die aus der Küche kommen. Der Geschmack ist kräftig eben wie die teutonische Küche es gerne ist, aber in der großen Kühltheke finden wir auch delikate Speisen und nichts bleibt dort unbeobachtet.

4. Februar 2011 - La Stampa Torinosette

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"Oktoberfest vorm Haus" von Chef Kumalé
La Deutsche Vita ist nicht nur ein sympathisches Wortspiel, und auch keine neue Ausführung des Buches mit diesem Titel, das von Deutschland in der Nachkriegszeit erzählt, mit all seinen Dramen und Schicksalen, bei denen es eher selten geschmückte Tafeln und Festmahlzeiten gab. Nein, reden wir lieber über das kleine aber besondere Lokal, dass Claudia Franzen und Sabine Schumacher vor etwa 9 Monaten eröffnet haben: Restaurant, Delikatessen- und Feinkostgeschäft, Take- away für deutsche Küche und deutsche Produkte. Ein mutiges Abenteuer auf das die beiden Damen von der anderen Seite der Alpen sich da erfolgreich eingelassen haben, auch wegen der geringen Beachtung, die wir Italiener der kulinarischen Tradition Deutschlands entgegenbringen. Unsere gastronomischen Kenntnisse gehen nur selten über Würstchen hinaus. Vor diesem Hintergrund steht es außer Zweifel, dass wir wenn wir in Berlin sind, Kiosks, Kneipen und Imbissstuben wie das Curry 36 oder das Konnopke aufsuchen, wo wir dann bei einem XL Glas Lager-Bier Bratwurst mit Pommes und Senf verzehren. Dank Claudia & Sabine, müssen wir nun nicht mehr auf das Oktoberfest warten um unsere Lust auf Currywurst mit Bratkartoffeln, Heringssalate oder auf Frikadellen Berliner- Style zu verzichten; in Erwartung des Frühlings wenn dann auch die Holztische und Bänke in Via Stampatori wieder aufgestellt werden, könnt Ihr Euch die Spezialitäten drinnen im Warmen schmecken lassen. Die – schon gewonnene – Wette vom La Deutsche Vita ist die, eine Kostprobe der Spezialitäten aus den verschiedenen Regionen Deutschlands anzubieten, die uns unsere Vorurteile vergessen lassen (eben das man in diesen Breitengraden nur von Fett triefende Speisen in großen Mengen zu sich nimmt). Das Menü bietet auch Kräftiges wie Schweinshaxen an, aber in der Kühltheke finden wir auch viele Salate und leichte Speisen mit dem so charakteristischen geräucherten oder sauer-salzigen Geschmack. Lasst Euch Platz für Bier und Brezel aber auch für die hervorragenden Nachspeisen und Kuchen.

Oktober 2010 - URBAN TORINO

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"La Deutsche Vita" Von Bruno Boveri und Leo Rieser
Das Wortspiel mit dem berühmten Film von Fellini läßt schon auf außergewöhnlichen Scharfsinn und Sympathie schließen. Eigenschaften, die man bei den beiden Frauen Claudia Franzen und Sabine Schumacher (und dann mit dem Nachnamen...) schnell wiederfindet. Die beiden lebhaften Eigentümerinnen, bieten mitten in Turin Spezialitäten der deutschen Küche an. Das Lokal ist ein Mittelding zwischen Restaurant und Feinkostgeschäft: man kann sich setzen und all die dargebotenen Leckereien im Laden verzehren oder die Gaumenkitzel mit nach Hause nehmen. Fangen wir beim Fisch an: Heringe, natürlich, wie könnten die auch fehlen…….. Matjes, Rollmöpse, Heringsstipp und Rosa Heringssalat. Dann die Salate: hervorragend der Walddorfsalat, mit Sellerie, Äpfeln und Nüssen, wie auch der Rotkohlsalat mit Birnen und die vielen verschiedenen Kartoffelsalate (mit Möhren und Huhn, mit Bohnen und Thunfisch, mit Fleischwurst und Gurken). Und schließlich ein Freudentanz an Würstchen ovviamente, Weißwürstchen mit Sauerkraut und süßem Senf, Currywurst mit Bratkartoffeln, wundderbar der Leberkäse mit Spiegelei. Wie auch: Frikadellen, Kohlrouladen, Schweinebraten, Schweinshaxe mit Sauerkraut (so lecker, wie wir es nie hinkriegen würden….). bianchi Bei den leckeren Nachspeisen darf man das “Verschleierte Bauernmädchen ” nicht auslassen, eine Leckerei aus Äpfeln, Mandeln, Vanille und Sahne. Man gibt um die 20/25 Euro aus.

18. September 2010 - La Repubblica

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"In via Stampatori un angolo di Oktoberfest" von Luca Laccarino
Nachdem wir schon so viel von dem Laden gehört haben, gegeben sich Lisa (meine Frau), der kleine Edoardo (unser Sohn: 4 Monate alt und daher noch nicht reif für rohe Heringe) und der Unterzeichner ins la Deutsche Vita, das neue deutsche Lokal, dessen Biergarten V ia Stampatori besetzt. Wir kommen aus mindestens 3 Gründen wohlgesinnt: die gute Kritik und das gute tam-tam das sich das kleine Restaurant verdient hat, das von Muttersprachlerinnen (man müsste eigentlich sagen (Mutter-Gaumen) eröffnet worden ist; die Leidenschaft für Bratwurst und Company; das Wortspiel des Namens, den wir wirklich sehr gelungen finden. Nach einem Blick auf das sorgfältig und liebevoll eingerichtete Lokal und auf eine mit Delikatessen reichlich angefüllte Kühltheke, setzen wir uns bei strahlendem Sonnenschein nach draußen in den Biergarten. Drinnen kann man sich aussuchen, ob man sich die Delikatessen abwiegen lassen und mit nach Hause nehmen will – u.a. echt symphatisch das Kartoffel- Panino. Aber wir sind mehr für das Klassische. Lisa bestellt Currywurst mit Bratkartoffeln (Euro 6,50), und ich einen großen Fischteller (Euro 10,50), was wir dann mit einer Roten Grütze abrunden (3,50) dazu kommt dann ein Bitburger und ein Wasser für insgesamt 26 Euro. Auch wenn ich Euch den großen Fischteller nur dann empfehle, wenn Ihr ein Fischer aus Hamburg seid (ein Teller für echte Männer), ist alles andere angenehm und richtig für einen Abend in einem Biergarten-Restaurant. Weitere Spezialitäten sind Frikatellen, vegetarische Kostproben, Reibekuchen, Heringe (ich bin für die nächsten 6 Monate bedient), Käse mit Ingwermarmelade, Rhabarberkuchen, Brezel usw. . Vom 20. September bis zum 4. Oktober wird Oktoberfest gefeiert. 1 Mass Bier … für all die, die es nicht bis nach München schaffen. Die Damen werden auch im traditionellen Dirndl auftreten. Guten Appetit.

Etnica 2011 – Neos Edizioni

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Restaurantführer
Lasst den Wagen in Piazza Arbarello –wenn ihr das schafft- und Ihr werdet ein ruhiges Plätzchen in Via Stampatori finden, in der es den kleinen Tempel der deutschen Kochkunst in Turin gibt. Entstanden als Take-away und Feinkostgeschäft hat sich das “La Deutsche Vita”, (das Wortspiel hat uns übrigens sehr gefallen), unter der Führung von Sabine und Claudia in ein kleines Restaurant verwandelt, auch um dem Enthusiasmus der Kunden gerecht zu werden, die sich vor der Kühltheke sammelten. Die angebotenen Speisen kann man sich immer noch einpacken lassen und auch Catering wird angeboten. In der warmen Jahreszeit kann man draußen im Biergarten essen. Im Winter wird es wohl etwas komplizierter werden, das das Lokal sehr klein ist. Die beiden Frauen, eine aus Münster und die andere aus Solingen, Patria der Messer bieten eine Vielfalt von Speisen an, angefangen bei einer rieseigen Schweinshaxe über Heringe zu Würsten, die auf verschiedenste Weise zubereitet werden. Wir haben uns für eine Herings-Dreierlei entschlossen, ein Teller auf dem ein Rollmops in einem Salatbett und zwei verschiedene Heringssalate in Gläschen angerichtet worden sind. Herausragend! Lecker auch die frikadellen und die Currywurst mit Bratkartoffeln (auch wenn ich als Indien-Liebhaber gern ein wenig Curry mehr gehabt hätte). Zum Brot gibt es Kräuterquark. Die Nachspeise des Hauses, rote Grütze mit Vanillesauce ist ein MUSS. Getrunken wird natürlich Bier – wohingegen – au wei – nur 2 Weine zur Auswahl standen Dolcetto und Pinot grigio, auch im Glas. Uns wird jedoch versichert, das aus Deutschland Hektoliter deutscher Wein auf dem Weg ist…... Und schließlich trug die hübsche Sabine ein wunderschönes Dirndl zum Oktoberfest. Wir waren beeindruckt. GS

23. Juni 2010 - La Stampa Torinosette

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"Böse Mädchen“" von Alessandra Montrucchio
Entdeckungen in der Stadt.
Essen + Trinken aus Deutschland gefällt den Turinern und Der Blonden Guten Tag, Anhänger der Misfortune Power. Hier schreibt DIE BLONDE, diejenige, die seit Jahren vergeblich versucht, der BIONDA Deutsch zu lehren. Wenn die BÖSEN MÄDCHEN mir diesen Raum gewährt haben, dann deswegen, weil ich Euch an einem großen Ereignis teilhaben lassen wollte: seit kurzem gibt es in Turin ein deutsches Lokal!
Wenn Ihr einen solchen Enthusiasmus nicht versteht, - ich weiß: In Turin gibt es mehr Lokale als Tauben, konzentriert Euch auf das Adjektiv „deutsch“. Der Italiener verbindet mit dem Wort deutsch oft: Autos, Organisation und eine bestimmte geistige Rigidität, aber sicher nicht gutes Essen. Ok, es gibt das Bier: Aber Sauerkraut und Kaffee? Sogar die deutschen Süßspeisen sind zu süß, für Euch. Aber die Eröffnung eines deutschen Lokals, eh, dass das ein großer Event ist, müßt ihr verstehen. Besonders für eine Berlinerin, die jetzt unter die Mole Antonelliana wohnt (Antonelli war ein in Turin sehr bedeutender Architekt und die „Mole Antonelliana“ ist eines der Wahrzeichen mit einer riesigen Kuppel und einer unendlich langen Spitze).
Da das Lokal die Öffnungszeiten einer normalen Bar pflegt, und abends nur an Freitagen öffnet, entschließe ich mich, Mittags hinzugehen und eines Tages nehme ich mein Fahrrad und ab geht’s, bei strahlendem Sonnenschein erreiche ich eine Straße des Zentrums so typisch sabaudisch, wie es sie nur in Turin geben kann: Kopfsteinpflaster, Ballatoi, Innenhöfe so groß wie kleine Dörfer, kleine verträumte Plätze und Straßencafès. Das des betreffenden Lokals ist natürlich in deutschem Stil: Lange Bänke und Tische, eine Art Biergarten, in dem sich auch Unbekannte zusammen an einen Tisch setzen. Ich lasse mich neben zwei Mädchen nieder, die einen herrlichen kleinen Mischling dabei haben, und ich sehe mich um.
Der Biergarten ist vollbesetzt. Es sitzen auch Leute an den Tischen im Lokal. Und an der Theke ist keine Schlange: da ist Gedränge!!! Wie es scheint, haben die Turiner Deutschland entdeckt. Und ich denke so von mir zu mir: hoffen wir, dass sie das Beste von Deutschland entdeckt haben! Das Einzige, um dies zu erfahren, ist, das zu probieren, was man in diesem Lokal isst, dann mische ich mich in das Gedränge an der Theke. Die Organisation ist nicht die, die man preußisch nennt ... Das Durcheinander an der Theke wird von einer sympatischen Blonden (die sich nicht aus der Ruhe bringen läßt) lächelnd gemeistert. Ich profitiere davon, mir das Lokal besser anzusehen. Ah, wie viele deutsche Delikatessen!
Plätzchen, Gürkchen, unsere Sahne. Ich bestelle, kehre zum Tisch zurück und warte indem ich mich an der Sonne erfreue und an dem kleinen Mischling. Es kommt ein Körbchen mit Brot – Weißbrot, Schwarzbrot, mit Fenchelsamen, ganz wie bei uns, und ein Kartoffelsalat mit Fleischwurst und Gürkchen, wirklich lecker. So gut, das es nicht nur mit, sondern allen Sabaudis um mich herum anscheinend richtig schmeckt.
Ah, wenn es nicht die Ballatoi, die Höfe, die Pflasterstraßen, die Straßencafès gäbe, würde ich mich fast wie in Kreuzberg fühlen, meinem Viertel. Das nennt man wohl die Magie Turin’s.

Sommer 2010 - La Stampa

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"Sulla strada" von Giuseppe Culicchia
In der Altstadt, nicht weit von der Porta Palatina, kann man indisch, chinesisch oder arabisch, aber auch libanesisch oder kurdisch, japanisch, argentinisch, persisch, türkisch oder ägyptisch essen. Seit kurzem ist auch noch eine ganz große Lücke gefüllt worden. Ein Restaurant, Take-away und Feinkostgeschäft ist eröffnet worden. Das la Deutsche vita, ein Stück Deutschland das in Via Stampatori gelandet ist, mit Bänken, Tischen und Sonnenschirmen ganz wie im klassischsten aller klassischen Biergärten. Was wir uns unter deutscher Küche vorstellen hat meistens eben genau damit zu tun, was die Bier- Liebhaber normalerweise zu sich nehmen und d.h. Würstchen und Sauerkraut. Die hier nicht fehlen, aber die beiden Freundinnen Claudia Franzen und Sabine Schumacher bieten dazu noch eine ganze Reihe von anderen deutschen Gerichten an, die die Regionen Deutschlands so ziemlich abdecken und das Ergebnis entspricht keineswegs dem Vorurteil, dass es sich hier um schwere und fantasielose Küchenkunst handelt. Wir finden hier salzige Kuchen mit Zucchini oder mit Zwiebeln und Speck, Eifler Kartoffelsuppe mit Kassler, Schnitzel mit Kartoffeln, Gulasch und die mythischen Kuchen: Rhabarberkuchen, Apfelkuchen, Rotweinbirnen-Kuchen, Schoko-Nusskuchen. In Erinnerung an Berlin, habe ich mir ein paar Frikadellen einpacken lassen, obwohl ich mir über das Risiko bewußt war, das ich diese Frikadellen mit denen von Gambrinus vergleichen würde, einem historischen Restaurant in Berlin Mitte. Nun: die “Buletten” vom La Deutsche Vita stehen denen, die man auf der Linienstraße ißt in Nichts nach. Superdelikat und selbstgemacht, d.h. mit Liebe gemacht. Na und? Tja um deutsch zu essen, müssen wir nicht mehr über den Brenner fahren. Es lebe das la Deutsche Vita! Note 10/10 für Originalität und Qualität.

La Deutschevita a Torino - Delikatessen